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Insektenfutter - Die nachhaltige Alternative für Hühner, Hunde & Katzen

Insektenfutter für Haustiere aus der Schwarzen Soldatenfliegenlarve von Bug Brothers

Inhalt 

1. Was ist Insektenfutter?
2. Nährwerte von Insektenfutter: Die Proteinreiche Futter-Alternative für Haustiere

3. Insektenfutter: Das Nachhaltige Tierfutter
4. Tiergerechte Aufzug und Trocknung der Insekten
5. Insektenfutter für Hunde
5.1 Verträgliches Futter für Hunde mit Allergien oder Futterunverträglichkeiten
6. Insektenfutter für Katzen
7. Insektenfutter für Hühner

 

Was ist Insektenfutter?

Es ist eigentlich ganz einfach, die Erläuterung steckt schon im Namen selbst: Insektenfutter ist Futter, das vollständig oder zu Teilen aus Insekten besteht. Das mag erstmal logisch und trivial klingen, doch die Vielzahl an Insektenarten bietet schon hier unendlich viele Möglichkeiten der Zusammensetzung. Das tolle hierbei ist aber, dass die meisten Arten auf der natürlichen Speisekarte der Haustiere stehen.

Die verschiedenen Insekten lassen sich auf diverse Art und Weise ins Futter einbringen, z.B. als gemahlene Insekten, als getrocknete ganze Larven, Insektenmus, Insektenmehl oder sogar als pures Protein Pulver. Das daraus entstehende Insektenfutter wird dann wie folgt unterschieden: 

  • Alleinfuttermittel
  • Einzelfuttermittel
  • Leckerli
  • Nassfutter
  • Trockenfutter

Doch wie soll man bei all diesen Möglichkeiten den Überblick behalten?

Wir wollen euch diese Frage in diesem Blogbeitrag erläutern, Euch Insektenfutter mal ein bisschen näher bringen und Euch die vielen Nährwert- und Nachhaltigkeitsvorteile von Insekten in der Nahrung von Haustieren aufweisen. 

Nährwerte von Insektenfutter: Die proteinreiche Futter-Alternative für Haustiere

Wenn man über das Futter von seiner geliebten Katze, seinem süßen Hund oder flauschigen Hühnern spricht, dann fallen immer wieder Begriffe wie Aminosäuren, Proteine, biologische Wertigkeit, Mineralstoffe, Calcium und Vitamine. Also die Frage “Was kann das Futter und was enthält es?”. 

Die in herkömmlichem Futter enthaltenen hohen Proteinwerte werden üblicherweise durch das Fleisch von Hühnern, Rindern, Enten, Pferden, Fischen und anderen Tieren erreicht. Als pflanzliche Alternative wird größtenteils Soja eingesetzt, dass von Haustieren jedoch nicht so gut verdaut und aufgenommen werden kann. Insekten bieten aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts eine hervorragende Alternative um ähnliche Proteinwerte zu erreichen. 

Insekten sind eine natürliche Proteinquelle, die den Einsatz von Billigfleisch, in Tierfutter gänzlich ablöst.

Warum sollten nun jedoch Insekten als tierische Proteinquelle verwendet werden und nicht die üblichen Tiere?  Einer der vielen Vorteile von Insekten ist, dass ihr Futter kein Antibiotika enthält. Gerade bei günstigem Tierfutter wird oft Billigfleisch von Tieren beigemischt, die mit Medikamenten wie Antibiotika gefüttert werden. Dies soll bezwecken, dass die Tiere in ihrem meist überfüllten Höfen und Ställen nicht krank werden. Insekten hingegen sind extrem resistent gegenüber Krankheiten und benötigen daher keine Medikamente in ihrer Ernährung. Unsere Haustiere nehmen also durch Insektenfutter kein Antibiotika oder andere Medikamente auf. 

Bisher wissen wir also: Insektenfutter hat besser verdauliches, tierisches Protein und ist frei von Antibiotika. 

Haben Insekten darüber hinaus noch weitere Nährstoff-Vorteile? Diese Frage lässt sich leicht mit “Ja” beantworten, denn die meisten Insekten sind nicht nur reich an Protein, sondern auch an hochwertigen und gesunden Fettsäuren. Auch diese sind natürlich und können bei der Verdauung und Nährstoffaufnahme unserer Haustiere helfen. Weitere Mineralstoffe wie Calcium können bspw. bei dem Aufbau von Knochen oder stärkeren Eierschalen helfen. 

Calcium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für viele Lebewesen und kommt mengenweise in der Schwarzen Soldatenfliege vor.

Besonders die Larve der Hermetia Illucens, auf Deutsch Schwarze Soldatenfliege, ist eine wahre Eiweiß-, Calcium- und Aminosäuren-Heldin. Im Vergleich zu anderen Futterinsekten hat die Hermetia Illucens bis zu 75 mal mehr Calcium oder 3 mal mehr Vitamin B1. 

Vitamin B1 ist wichtig für Neurofunktionen vieler Haustiere. Eine Mangel von diesem Vitamin kann zu Lähmungen oder Krämpfen führen. Die Schwarze Soldatenfliege hat viel Vitamin B1

Insektenfutter: Das nachhaltige Tierfutter?

Insektenfutter steckt also voller guter Nährstoffe und bietet eine der nachhaltigsten Proteinquellen im Tierfutter.

Um die Nachhaltigkeit von Insekten bewerten zu können, macht es Sinn, diese mit eben jenen Proteinquellen zu vergleichen, die üblicherweise verwendet werden, nämlich anderem Tierfleisch, Fischmehl oder Soja. 

Die Faktenlage ist überwältigend. Im Vergleich zu Rindfleisch ist der Wasserverbrauch bis zu 15.000 mal niedriger, CO2 und Treibhausgas Emissionen bis zu 100 mal geringer und Insekten haben oft doppelt so viele essbare Anteile als Rinder. Außerdem sind sie über 12 mal effizienter in der Flächenausnutzung und über 20 mal effizienter im Futterverbrauch. 

Eins von zwei Bildern mit Bildunterschrift “Insekten, wie die Schwarze Soldatenfliege, sind deutlich ressourceneffizienter als andere vergleichbare Proteinquellen bspw. Rindfleisch.

Auch im Vergleich zu Soja oder Fischmehl stechen Insekten hervor. Soja ist einer der Haupttreiber für die massive Abholzung des Regenwaldes, während Fischmehl zu großen Anteilen zur Überfischung der Meere beiträgt.

In einer Zeit, in der wir Menschen uns immer mehr Gedanken über das Klima, die Natur und unsere Zukunft machen, sind Insekten heute schon ein Teil der Lösung: Insekten fungieren als nachhaltiges Tierfutter.

Insekten sind nicht nur effizienter in der Ressourcennutzung, sondern stoßen auch deutlich weniger CO2 Emissionen aus, im Vergleich zu anderen Proteinquellen.

Auch in diesem Zusammenhang sollte man die Schwarze Soldatenfliegenlarve hervorheben. Sie ist in der Lage organische Reststoffe (z.B. Obst und Gemüsen, das im Supermarkt aufgrund von “Schönheitsfehlern” nicht verkauft wird) in Protein und Fett umzuwandeln. 

 

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Tiergerechte Aufzucht und Trocknung der Insekten

Insektenfutter ist also ausgesprochen gesund und trägt dazu bei, den Pfotenabdruck unserer geliebten Haustiere zu reduzieren!

Nur wenige kennen sich mit den Details der Haltung und Zucht von Futterinsekten aus. Wie läuft diese also ab? 

Die Insektenzucht orientiert sich an realen Prozessen und ist daher natürlicher, als die Zucht vieler anderer Nutztiere.

Um die Zucht von Insekten besser erläutern zu können, macht es Sinn, sich konkret auf eine Art zu konzentrieren. Das macht es einfacher die einzelnen Prozesse zu erläutern. Eine der am häufigsten, im Tierfutter eingesetzten Insektenarten, ist die Hermetia Illucens Larve.

Insekten werde in der Zucht unter idealen Bedingung aufgezogen und werden so naturnah wie möglich gehalten.

Wenig Licht, gute Luftzirkulation und 25-27 °C sind die idealen Bedingungen für die Larven. Unter solchen Bedingungen schlüpfen die Larven aus  winzigen Eiern. In der Natur werden die Eier von der trächtigen Fliege in Schlitze und Hohlräume von Bäumen, Ästen oder Ähnlichem gelegt. Optimalerweise befindet sich in der Nähe des Ablageortes bereits  Futter, weil die kleine Larve nur einen Instinkt hat: Fressen.. In der Zucht versucht man natürliche Bedingungen zu schaffen mit: 

  • idealen klimatischen Bedingungen
  • künstlichen Legeplätzen
  • Geruchsstoffen, um die Fliegen zur Eiablage anzuregen



Es dauert  etwa eine Woche, bis die ersten Larven schlüpfen. Danach werden sie  mit organischen Reststoffen gefüttert und innerhalb von gerade mal 2 Wochen erreichen sie fast das 1000-fache ihres Körpergewichts. Um diesem rasanten Wachstum stand zu halten, häuten sich die Larven mehrfach. Analog geschieht dies in der Natur: Hier ernähren sich die Larven von allem Organischen, was sie finden können. Idealerweise ist die Nahrung feucht und weich, wie beispielsweise in Komposthaufen . 

Wenn die Larven ein Gewicht von ca. 0.2 Gramm erreicht haben, werden sie separiert. Lediglich ein kleiner Teil von ihnen wird weiter gefüttert und erreicht somit das Puppenstadium. Die Larve hört zu diesem Zeitpunkt auf zu fressen, bekommt eine harte Schale und sucht sich einen dunklen, trockenen und warmen Ort. Sollten die Bedingungen nicht stimmen, kann die Puppe in diesem Stadium bis zu 90 Tage überleben. Unter optimalen Bedingungen jedoch wird die Puppe nach 10 weiteren Tagen zur Fliege. Die geschlüpften Fliegen nehmen keine Nahrung mehr auf, sondern zehren von ihren Protein- und Fettreserven. Sie paaren sich unter viel Licht und Wärme und das Weibchen legt binnen weniger Tage bis zu 1000 Eier. Somit kann der Zyklus von vorne beginnen.


Die Larven, die nicht für die Verpuppung aussortiert worden, werden zu Tierfutter verarbeitet. Sie werden nicht mehr beheizt, so dass sich ihr Stoffwechsel verlangsamt, bevor sie dann durch einen Temperaturschock in kürzester Zeit devitalisiert werden. Der Prozess des Devitalisierens wird von den zuständigen Ämtern streng überwacht und es finden jede Menge Kontrollen über die Einhaltung der Auflagen statt.

Nach der Devitalisierung werden die Larven getrocknet um danach weiterverarbeitet zu werden. Doch wie trocknet man Insekten? Dafür gibt es verschiedene Methoden. Häufig werden Larven der Schwarzen Soldatenfliegen (oder auch Mehlwürmer) durch Hochleistungsmikrowellen getrocknet. Dies ist zwar sehr schnell und effizient, aber nicht besonders schonend für die Nährstoffe. Außerdem können Larven, die durch die Mikrowelle getrocknet werden innerhalb der EU nicht mit dem BIO Siegel ausgezeichnet werden. 

Die Alternative ist eine Trocknung durch sogenannte Trommeltrockner. Die toten Larven werden über längere Zeit in mehreren Kammern mit verschiedenen Temperaturen langsam getrocknet. Diese Methode hat einen deutlich besser für den Nährstoffgehalt. Ein weiterer Vorteil ist das geringere Volumen der getrockneten Larve. Dies ermöglicht eine kompaktere Verpackungsweise und benötigt daher weniger Verpackungsmaterial. 

Manchmal macht es Sinn zu recherchieren, wo die Larven im Futter herkommen. Wenn die Zucht und die Trocknung innerhalb der EU stattfindet, kann man generell mit einer fairen, hohen und nachhaltigen Qualität rechnen. Bei Larven aus dem Ausland ist das leider nicht immer gegeben.

Insektenfutter für Hunde

Insektenfutter eignet sich so gut wie für alle Haustiere. Also auch für den Hund. 

Knapp ein Drittel aller Haustiere in Deutschland sind Hunde. Sie sind kuschelig, süß, klein, groß, laut und leise, aber vor allem sind die meisten von ihnen sportlich. Sie brauchen jede Menge Protein und auch genügend Fett, um dem Ball hinterher zu jagen, joggen zu gehen und im Teich zu planschen. 



Von Natur aus fällt es Hunden schwer, pflanzliche Bestandteile zu verdauen und aufzunehmen. Daher eignet sich Hundefutter mit Insektenprotein hervorragend, um den Hunden leicht verdauliches und leckeres Futter anzubieten. 

Das Futter aus Insekten ist für den Hund aber nicht nur gesund und verringert seinen ökologischen Fußabdruck, sondern es ist auch noch sehr lecker. 

In welcher Form kann man Hunden die Insekten verabreichen? 

Meist wird Hundefutter aus Insekten als Mischfutter angeboten. Das bedeutet, dass die Insekten nur einen kleinen Anteil des Futters einnehmen. Die Basis des Futters bilden andere Nahrungsmittel, die weitere Nährstoffe enthalten. Allerdings gibt es auch Futtermittel die ganze Larven oder Proteinpulver beinhalten. 

Ganze Larven sind ausgezeichnete Leckerli und helfen beim Hundetraining, sie sind trocken, riechen nicht unangenehm, aber lösen bei den Hunden echten Speichelfluss aus. Dafür machen sie alles!

Proteinpulver besteht zu 100% aus fein gemahlenen Larven, die zusätzlich noch entfettet wurden, um den Proteingehalt zu steigern und den Fettanteil zu senken. Das Pulver, mit etwas weniger als 50% Rohprotein-Anteil, ist ideal für alle Hundebesitzer, die ihren Hunden etwas Gesundes und Nachhaltiges zu ihrem üblichen Futter unterrühren möchten.



Verträgliches Futter für Hunde mit Allergien oder Futterunverträglichkeiten

Insektenfutter für Hunde eignet sich vor allem auch für Hunde mit Allergien oder Futterunverträglichkeiten.

Wie schon oben beschrieben haben Insekten eine gute biologische Wertigkeit. Die Verdauung des Hundes ist so aufgebaut, dass sie das Insektenprotein wunderbar in seine Aminosäuren aufteilen kann. Wenn das Protein im Futter nur von den Insekten kommt (Monoprotein), dann ist es leicht verdaulich und hypoallergen. Das bedeutet, dass vor allem Hunde, die Futtermittelunverträglichkeiten aufgrund ihrer Intoleranzen und Allergien haben, sich gut von Insektenfutter ernähren können.

Bei solchen Hunden mit Allergien, aber auch  Hunden mit einer anfälligen Verdauung führen auch schnell verschiedene Leckerli zu Durchfall und Bauchweh. Mit Leckerlies aus Larven oder noch besser mit den ganzen Larven als Leckerli kann man seinen empfindlichen Hund wieder guten Gewissens belohnen.


Wenn man eine Futtermittelallergie erstmal diagnostizieren möchte setzt man oft auf eine Ausschlussdiät. Dabei muss man auf Eiweiß- und Kohlenhydratquellen zurückgreifen, die der Hund noch nicht gegessen hat. Wir haben von einigen Tierärzten:innen erfahren, dass eine Diagnose häufig gar nicht einfach ist, da Halter ihre Hunde schon mit Futter gefüttert haben, in dem verschiedenste Fleischsorten und daher auch Proteine enthalten sind. Insektenfutter ist häufig eine Proteinquelle, die Hunde selten bis gar nicht probiert haben. Insektenfutter hilft dir daher optimal bei der Diagnose einer Futtermittelallergie.


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Insektenfutter für Katzen

Katzen sind wählerisch, wenn es um Futter geht, aber auch sie können gesundheitliche und ökologische Vorteile durch Insektenfutter gewinnen. 

Katzenfutter aus Insekten ist aus den gleichen Gründen vorteilhaft, wie für Hunde. Das tierische Protein kann leicht in Aminosäuren aufgebrochen werden, es ist leicht verdaulich, nachhaltig und es ist hypoallergen. 


 

Manch eine Katze muss man vielleicht zu ihrem Glück zwingen, wenn sie sich schlecht an Insektenfutter gewöhnt. Aber auch hier kann man Insektenmehl einsetzen, indem man es dem üblichen Futter untermischt. 


Insektenfutter für Hühner 

Häufig werden Hühnern und Ziervögeln Mehlwürmer als Leckereien angeboten. Es gibt jedoch Insektenarten, die den Hühnern genauso gut schmecken, ihnen jedoch wesentlich bekömmlicher sind.

Hühner sind wahre Allesfresser und nicht besonders wählerisch, wenn es darum geht, etwas aufzupicken. Aber wenn man mit privaten Hühnerhaltern spricht, die ihre fedrigen Zweibeiner genauso lieben wie viele andere Menschen ihren Hund oder Katze, dann sagen so gut wie alle, dass Mehlwürmer die Lieblingsspeise ihrer Hühner sind. Einziges Problem dabei: Man darf davon nicht zu viel an seine Hühner verfüttern.

Das hat einen Grund. Mehlwürmer haben ein unausgewogenes Calcium-Phosphor Verhältnis. Das führt dazu, dass sie in mehr als nur sehr kleinen Mengen für Hühner nicht gut verdaulich sind und zu Durchfall führen können. 


Besser sind die Larven der Hermetia Illucens ist das “Wunderinsekt” für Hühner und Vögel. Sie stecken voller Proteine für gesundes Muskelwachstum, voller Calcium für harte Eierschalen und gesunden Knochenbau, sie haben ein ausgewogenes Calcium-Phosphor Verhältnis und sind dadurch leicht verdaulich und vor allem schmecken sie. 

 

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